39. Leipziger Triathlon

Am schönen Kulkwitzer See fand am 24.07.2022 der 39. Leipziger Triathlon statt. Für mich stellte dies den diesjährigen Saisonhöhepunkt dar und meine Erwartungen waren nach dem fünften Platz beim Nordhäuser Triathlon hoch. Im Gegensatz zu Nordhausen hatte ich vor der olympischen Distanz in Leipzig gut getapert und wusste aber auch, dass ich es mit einem viel stärkeren Starterfeld zu tun haben würde.

Durch meine Paranoia vor Zugausfällen, war ich bereits über 2h vor dem Start am See und konnte noch die Ruhe vor dem Sturm genießen und mit einigen Athleten ins Gespräch kommen. Das frühe Kommen ersparte mir aber auch das Warten in einer langen Schlange vor dem Wechselgarten.

Kulkwitzer See in Leipzig
Schwimmausstieg von Anton Stockhaus

In der zweiten Startwelle ging ich mit 99 weiteren Athleten ins Wasser und konnte mich bis zur ersten Boje über ein sehr ruhiges Schwimmen freuen, da die meisten Athleten weiter außen schwammen als ich, diesmal quasi auf der Ideallinie. Doch auf der langen Gerade die folgte hatte ich ein kleines Tief und es fühlte sich an, als würde ich kaum Strecke machen. Aus dem Wasser ausgestiegen Begriff ich, dass ich so schnell geschwommen war, wie noch nie. Ein Schnitt von 1:45min/100m hatte ich noch nicht einmal auf den 750m der Sprintstrecke geschafft. Freude machte sich breit, doch nun hieß es konzentrieren in der Wechselzone.

Auf der Radstrecke konnte ich dem guten Gefühl der Beine nicht widerstehen und fuhr die ersten beiden Runden etwas schneller als geplant, wofür ich in den folgenden beiden etwas Tribut zahlen musste. Auch hier stand am Ende mit knapp 40 km/h ein bisher für mich unerreichter Schnitt auf der Uhr. Dabei muss allerdings gesagt werden, dass es auf der Strecke von Runde zu Runde voller wird, wodurch man unfreiwillig hin und wieder etwas Windschatten abbekam. Es gab allerdings auch Kontrahenten, die das mit dem Windschattenverbot nicht so ernst nahmen. So ärgerte ich mich über einen Dreierzug, der mit etwa 43km/h an mir vorbei rauschte. Einen dieser Windschattenfahrer konnte ich mir allerdings einprägen und nahm mir vor, ihn einmal darauf hinzuweisen.

Die Laufstrecke begann gut und ich konnte zügig anlaufen, doch nach zwei Kilometern brachten mich Bauchkrämpfe zum Gehen. Ich tastete mich nach kurzer Zeit wieder an die Schmerzgrenze heran und konnte etwa 4:15min/km laufen ohne starke Krämpfe zu verspüren. Ab Kilometer fünf erlaubte es mir dann mein Magen wieder freier aufzulaufen und ich kam wieder an einen Schnitt von 3:50min/km heran. Richtung Ziel erblickte ich dann plötzlich den Windschattenfahrer vor mir und hatte die Motivation, mich vor zu ihm zu kämpfen und ihm mal ein paar Worte zu sagen.

Nach 2:12h überquerte ich dann überglücklich die Ziellinie und hab nun eine neue Zeit, die es zu schlagen gilt. Aber jetzt liegt die Konzentration erst einmal auf den kommenden Laufwettkämpfen.

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