Ironman Hamburg

Bis zu diesem Wochenende habe ich noch nie bei einem Ironman zugesehen, geschweige denn einen selbst absolviert. Umso mehr habe ich mich über die Einladung von Frank in die Hansestadt zum Ironman gefreut, um ihn bei seinem Ziel Ironman in 12h zu begleiten. Nachdem er seinen ersten Ironman 2019 in 14:40h absolvierte, wäre das eine immense Verbesserung. Bereits zur Anreise einen Tag vor dem Wettkampf konnte man sich in der Stadt kaum vor Triathleten retten. Bei etwa 2700 Startern ist das ja auch kein Wunder…

Am nächsten Morgen ging es früh raus, denn der Schwimmstart der Profis fand bereits 6:15 Uhr statt. Frank reihte sich etwas weiter hinten ein, 1h 30min waren für die 3,8km in der Alster geplant. Nachdem er 1:40h später aus dem Wasser stieg, lag er somit leicht hinter dem Plan, aber 10 Minuten sind auf der Langdistanz kein Beinbruch. Auf dem Rad konnte ich Frank 2-mal im Vorbeifahren bejubeln. Auf seiner Lieblingsdisziplin konnte er sich komplett an unsere Vorhaben halten und fuhr in knapp unter 6h in den Wechselgarten. Auch die Ernährung lief gut und die ersten Meter des Laufes sahen relativ unbeschwert aus. Der Großteil war also geschafft, aber das Härteste lag mit dem 42,2km Lauf noch vor Frank.

Die ersten 20 Kilometer gestalteten sich mit einer Pace von etwa 6 min/km planmäßig, jedoch ist so ein Marathon wie eine Wundertüte und alles kann passieren. Etwas später zeigten sich die ersten Beschwerden. Die Oberschenkel machten zu und der Bauch begann zu krampfen. Doch Aufgeben kam für Frank nicht in Frage. Dann muss man eben ein Stück gehen… Umso überraschter war ich, als Frank ab Kilometer 30 wieder vollständig lief und sogar dabei lächelte. Die 12h waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr erreichbar, aber das Finishen in persönlicher Bestzeit rückte immer näher. Die letzten 2 Kilometer konnte ich Frank schließlich ins Ziel begleiten und Stolz machte sich bemerkbar, als wir hörten: „Frank Zander, you are an IRONMAN!“

Mit 12:40h Zielzeit erreichte Frank eine Verbesserung von 2h zu seinem letzten Ironman und bekam aus gutem Grund das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht. Ein langer Tag neigte sich so einem wunderbaren und sehr stimmungsvollen Abschluss.

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